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Dies ist unser Forum im Vorfeld der Veranstaltung zum Gegenseitigen Kennen lernen und zum thematischen Einstimmen.
Zur Überwindung der technischen Hürden empfehlen wir unser "altes" Forum "Spinner und Technologie" zu lesen.
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!
Marcus Hildebrandt (Admin)
Seiten: 1
Ausgangslage
Technologiegestütztes Lernen funktioniert vorwiegend auf der textuellen Ebene, dazu auf einer meist rein sachlichen. Bilder haben nur illustrativen Charakter, Musik dient, wenn überhaupt, der Untermalung. Auch das vielbeschriebene Storytelling hat wenig Einfluss. Kein Wunder, herrscht ob der oft als Blättermaschinen daherkommenden Web Based Trainings wenig Euphorie.
Die Effizienz von computergestütztem Lernen liegt primär in der raschen, flächendeckenden Verbreitung, der ebensolchen Zugriffsmöglichkeit sowie der Möglichkeit des Absolvierungsnachweises. Alles Elemente, die wenig mit didaktischem Mehrwert zu tun haben.
Eine verstärkte Ausrichtung auf Bildsprache (Grafik, Illustration, Video) wie auch auf einen bewusst lernorientiert ausgerichteten Einsatz von Musik und Text würde nicht nur das LERNEN unterstützen, sondern auch die LUST darauf durch die Attraktivität des Mediums steigern. Gerade die Technik – der Computer – bietet da vielfältige Möglichkeiten.
Unsere Fragestellung
Wie müssen textuelle, bildnerische und musikalische Elemente eingesetzt werden, damit computergestütztes Lernen attraktiver, lernorientierter und vor allem nachhaltiger gestaltet werden kann? - Damit sich nicht nur ein technischer, sondern auch ein didaktischer Mehrwert einstellt.
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Hmmm, das erinnert mich an die in Trainerkreisen viel diskutierte "Weiterbildungslüge" von Richard Gris (Pseudonym). Müssen wir uns nicht vielmehr die Frage nach dem Nutzen einer Maßnahme denn nach einem schmückenden "Mehrwert" stellen? Ich will das nicht diskreditieren - ein Mehrwert hier oder da unterstützt sicherlich den evolutiven Prozess des (Achtung!) Lernens, wie wir es zukünftig anders/besser machen wollen.
Dennoch, auch in Zeiten von Rapid eLearning, schlechten Powerpoints, Web 2.0 und sonstigen Versuchslaboren ist der verbrannte Euro immer noch real - und Bildungsprojekte in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr den je rechenschaftspflichtig: Was hat es gebracht? Was wird es bringen?
Ich sehe die Nutzenfrage als zentralen Ankerpunkt. Daraus abgeleitet ergibt sich dann die Ausarbeitung (oder erweiterete Möglichkeiten dazu). Vielleicht besteht die Kunst eher darin, die richtigen Fragen zu finden und zu stellen?
Das meint
Blindfisch
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right. you are so right!
Es gibt einen ganz bemerkenswerten Vortrag von Bazon Brock (alle blinden, speziell auch noch kunstinteressierten fische kennen den!), in welchem er gerade das als das Wesenselement der Kunst, des künsterischen Arbeitens darstellt: (neue) Fragen zu finden und zu formulieren. Antworten geben die sogenannten Experten. Eine gute, weiterführende Frage zu finden, ist eine Kunst! (Vortrag anlässlich der Veranstaltung Explorationen bei PACT Zollverein 2007 - ich besitze eine Mitschrift, die leider, leider noch nicht zur Publikation freigegeben ist :-(
ps
bin selber fische
und erlaube mir deshalb, so über uns herzuziehen
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Das ist doch gerade das Interessante an unserer Zusammensetzung, dass wir es eben nicht nur bei Fragen belassen können, sondern nach Lösungen, zumindest Lösungsansätzen streben, oder?
Und das ist doch ein weiterer Spannungspunkt, dass Kunst sich nicht am Nutzen orientiert, die betriebliche Weiterbildung (wo ich beiheimatet bin) halt schon. Aber Nachhaltigkeit wollen irgendwie beide, da trifft man sich wieder.
Ich denke, wir müssten uns schon klarer werden:
- wie wir das Thema konkret umsetzen wollen
- welche Themenfelder für die Spinnersuite interessant sind
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ok, ok Thomas
Die Kunst der Antwort wollte ich damit nicht diskreditieren ;-)
Obwohl ich doch wieder eine Frage dazu habe:
Ist es Deine Aufgabe, den betriebswirtschaftlichen Nutzen selbst zu rechnen und nachzuweisen?
Wer entscheidet letztlich darüber, ob dieser materielle Mehrwert angenommen werden darf?
Wir wissen doch alle, dass solche Entscheide nicht rational gefällt werden.
Also musst du den Entscheider sehr gut kennen, um ihm einen guten Vorschlag machen zu können.
Und könnten nicht gute, geschickte Fragen einfacher helfen, eine andere Betrachtung anzustossen, und dadurch letztlich einen Lerneffekt beim Entscheider, sodass er fürderhin anders entscheidet?
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Liebe Mit-Spinner,
beim Durchsehen der Themenvorschläge sehe ich sie: die unvermeidliche Frage des druchliberalisierten Postkapitalismus: "Was kostet's und was bringt's?" Ja, klar, das wird uns wohl nachher in der Umsetzung nach der Suite beschäftigen. (Mich auch.)
Vorher würde ich mich gern aber noch fragen, was denn überhaupt die organisationalen Bedigungen dafür sind, dass Veränderungen möglich werden, wie Kunst sie prinzipiell anstossen kann. Zwar wenige aber doch vorhandene Projekte zeigen: Kunst mit all ihren Formen ist ein formidabler Ratgeber im Changemanagementprozess. Aber was brauchen unsere mehr oder weniger steifen Organisationen, um diese Aufweichungen, kritischen Widersprüche, Hinterfragungen usw. zu akzeptieren? Wie verhelfen wir "der Kunst", in der Organisation Wandel herbeizuführen?
Das würde mich interessieren. Und Euch?
Gruss,
Andreas König.
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Lorenz: "Und könnten nicht gute, geschickte Fragen einfacher helfen, eine andere Betrachtung anzustossen, und dadurch letztlich einen Lerneffekt beim Entscheider, sodass er fürderhin anders entscheidet?"
Das bringt mich auf die Idee einer Kombination mit meiner Managementfrage: gerade Managementthemen sollten doch vermehrt (herausforderndezum Denken animierende) Fragen stellen denn Lösungen anbieten. Um so mich wieder Richtung Arbeitsauftrag zu bewegen:
Wie müssten Lernprogramme gestaltet sein, die sich mehr an herausfordernden Fragestellungen denn Fakten orientieren? Welche Formen der Kunst wären hier einsetzbar? (Tönt etwas rezeptiv, lasse es aber trotzdem stehen....)
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Problembased Learning find ich da einen guten Ansatz. Die Leute in Situation versetzen, wo sie mit "realen Problemen" konforntiert werden. Je nach Problematik / Situation / Umfeld mit entsprechenden Mitteln: Video, Comix, Illus, etc.
die Unterschiedung zwischen Kunst und Handwerkskunst gibt es schon seit hunderten von Jahren, und die Diskussion darüber was den nun Kunst ist und was nicht wohl ebenso lange. Leider sieht man ja heute die Auswüchse seit der von Beuys lancierten Bewegung: "Jeder ist ein Künster" und der mittlerweile oberhandnehmenden ver-Marketingisierung der Kunstszene in den Museen. Vorallem auch seit der Verbilligung der Videoekameras.
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Und was man sicherlich von der Kunst, oder von Künstlern lernen kann, ist die Dinge mit anderen Augen zu betrachten oder einen anderen Blickwinkel / Standpunkt / Perspektive einzunehmen.
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@Brigitte,
genau darauf basieren ja auch einige Kreativitätstechniken (synnektik oder so ähnlich): Bilder betrachten und beschreiben was man sieht und sich dann fragen ob das etwas für die Problemlösung bedeuten könnte. Eine Form der Verfremdung die zu neuen Lösungen führen kann.
Aber auch dies ist wieder keine "echte" Beschäftigung mit dem Bild / Kunstwerk, es könnte auch einfach ein Joghurtbecher sein.
Aber natürlich gibt es geeignetere Bilder für das Brainstorming und schlechtere. Ein Bild das nur eine Blaue Fläche ist eignet sich eher weniger - wenn es auch eine höhere künstlerische Bedeutung hat.
Wie sieht denn eine "echte" Beschäftigung mit Kunst aus die zu neuen Lernerkenntnissen führt?
Was sagt die Kunstpädagogik dazu? Machen Sie im Unttericht den Lerntransfer von der künstlerischen Lösung zu den Lösungen unserer Alltagsprobleme?
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort, BrigitteOnline, oder auf noch ganz andere Impulse der Mitspinner!
Beste Grüße
Marcus Hildebrandt
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Thomas schrieb:
Ausgangslage
Wie müssen textuelle, bildnerische und musikalische Elemente eingesetzt werden, damit computergestütztes Lernen attraktiver, lernorientierter und vor allem nachhaltiger gestaltet werden kann? - Damit sich nicht nur ein technischer, sondern auch ein didaktischer Mehrwert einstellt.
Ich denke die Virtuelle Realität" koennte da zweckdienlich sein :-). Allein dadurch, dass "ich" wirklich etwas "erlebe" bleibt schon das Erlebnis intensiver in Erinnerung. Kommt nur noch darauf an die Inhalte auch entsprechend zu gestalten und das ist sicherlich nicht einfach und der Aufwand (ttt+$$$) auch nicht immer sinnvoll.
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füR marcus:
Aber auch dies ist wieder keine "echte" Beschäftigung mit dem Bild / Kunstwerk, es könnte auch einfach ein Joghurtbecher sein. JA! in der Kunst gib es kein richtig und kein falsch. deshalb: Ja zum Jogurthbecher!
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Seiten: 1